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Gaudium 2010:   Einleitung - Idee - Aktive - Markt - Kinder - Besucher - Programm

Der Markt

Markthandel und -geschwätz

Das lebhafte Treiben an den zahlreichen Ständen auf dem Vreithof und am Seel im Schatten des historischen Rathauses und des Doms ist eine bunte Mischung der verschiedensten Händler und Handwerker und zeigt, wie es im Mittelalter gewesen sein könnte.

Historisch gewandete Händler, Kräuterfrauen und Bauersleute bieten neben Getöpfertem, Geschmiedetem und landwirtschaftlichen Produkten auch fertige "zeitgemäße" Gewandungen für Marktbesucher an und Handwerker wie Korbflechter, Filzer, Imker und ein Schmied lassen sich bei Ihrer Arbeit gern über die Schulter schauen.

Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Es duftet nach Speck und frisch Gebackenem. Die Köstlichkeiten, die allesamt aus der Soester Börde stammen, werden zeitgemäß auf einem Stück Brot in die Hand serviert, denn Teller gab es ja nicht oder sie waren sehr kostbar. Dazu gibt es Met, Soester Bier und Kräutergebräu.

Bettler bekommt Almosen vom Gaukler Während des Schlenderns über den Markt begegnet der Besucher auf Schritt und Tritt Gestalten höheren und niederen Standes. So kann es durchaus vorkommen, dass man von einer vorlauten Marktfrau angesprochen wird, die versucht ihre Waren an den Mann zu bringen oder einer Stadtwache begegnet, die einen mit einem Augenzwinkern nicht durch das große hölzerne Stadttor eintreten lassen will, weil man Teufelskram und Hexenwerk in Form von Mobiltelefonen oder MP3-Playern bei sich trägt. Dabei sei schon jetzt gesagt: Wie diese Begegnungen sich gestalten, kann hier nicht vorausgesagt werden, denn schließlich war das Leben im Mittelalter noch wesentlich unsicherer als heute. Spätestens bei einer der stets beliebten Gerichtsverhandlungen wird dann aber die Schadenfreude der Besucher größer sein als die persönlich erfahrenen kleinen Anschuldigungen.

Neben dem Markttreiben gibt es auch ein kleines Heerlager, das auf dem Domplatz seine Zelte aufschlägt und sich dem Lagerleben z.B. mit Vorführung von Schwertkämpfen widmet. Gaukler, Musikanten und Feuerspucker bieten ihr Können dar und über den Platz klingt die Musik von Trommeln, Dudelsäcken und Lauten.

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