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Am 05.04.2009 begann Gelöschter User in der Rubrik Sonstiges eine Diskussion zum Thema Mittelalterevents vs. GewaltpräventionDazu gibt es bisher 5 Beiträge. Der letzte Beitrag erfolgte 06.04.2009 10:16:35. | ||
Gelöschter User schrieb 05.04.2009 20:46:06 dazu:
Zur Kenntnisnahme für alle Interessierten: www.derwesten.de
Zitat: "Das Jugendamt in Dortmund hat am Donnerstag ein mittelalterliches Spektakel abgesagt, das in der ersten Osterferienwoche in der Jugendfreizeitstätte Hombruch laufen sollte. 'Nach dem Amoklauf von Winnenden', so Fachbereichsleiterin Elisabeth Hoppe, 'muss das Konzept noch einmal auf den Prüfstand'. Tremonias Erben III stand ursprünglich auf dem Spielplan." | ||
Jost aus Soest schrieb 05.04.2009 21:22:44 dazu:
=:-O Herrje, was für ein Blödsinn ist das denn? Mit Hinweis auf den Amoklauf von Winnenden soll jetzt wohl alles verboten werden, was ein "Normalo" nicht kennt und schon gar nicht versteht, m.E. sogar gar nicht verstehen will!
Dann kann ja die "Soester Fehde" erst recht abgesagt werden, da geht es ja tatsächlich um reale (wenn auch 560 Jahre alte) Kriegshandlungen... Etwas überspitzt könnte man nun formulieren, dass hier (mal wieder!) ein Jugendamtspädagoge "geistigen Amok" läuft, aber das wäre ja nun gar nicht politisch korrekt, also sage ich sowas natürlich erst gar nicht! So bleiben statt "Entwicklung von Kreativität und Gemeinschaftssinn" jetzt nur noch Langeweile, Frust und Unverständnis bei den Aktiven... Wie war das nochmal mit den Gründen für einen Amoklauf? Auf www.derwesten.de gibt es übrigens auch gleich den passenden Kommentar dazu. | ||
Josina von Sunhere schrieb 06.04.2009 01:27:14 dazu:
Das ist aber nicht nur bei uns so. In Amerika, dort wo es prozentual mehr Waffen aber auch mehr LARPer gibt als hierzulande, wurde dem Sohn einer Bekannten vor noch nicht allzu vielen Jahren untersagt, für das Jahrbuch seiner Schule ein Bild zu verwenden, das ihn in seinem (während diverser SCA-Wochenenden in Hunderten von Arbeitsstunden handgefertigten) Kettenhemd zeigte; Begründung: das Tragen solcher Gegenstände würde Gewaltbereitschaft zeigen.
Interessanterweise hatte der junge Mann dieses Foto bewusst ohne sein (ebenfalls komplett handgefertigtes) LARP-Schwert aufgenommen, um genau diesen Eindruck erst gar nicht aufkommen zu lassen. Was noch interessanter war: der Schulleiter, der dieses Bild nicht zur Veröffentlichung freigab, war selbst passionierter Jäger und Vorsitzender des örtlichen Jagdclubs. Darüber mag man denken, was man will... In Amerika ist eben alles größer, selbst der Blödsinn ;) | ||
Gelöschter User schrieb 06.04.2009 07:21:15 dazu:
Meine Meinung ist, dass es für einen Politiker/Entscheider wesentlich einfacher ist ein Verbot auszusprechen, als Ursachen anzugehen. Amokläufe und auch Kleinkriminalität lassen sich vermeiden, wenn Kinder und Jugendliche ein respektvolles und aufmerksames miteinander in der Gesellschaft erleben - also auch vorgelebt erfahren. Das soll eine Behauptung sein die man mir gerne widerlegen darf (auf die Beweise bin ich gespannt).
Wenn ich sehe was alles verboten ist, und was man alles noch verbieten kann, dann werde ich mich nicht sicherer fühlen wenn ich morgens um 03:00 durch Soest gehe. Außerdem sollte man überlegen auch Backsteine zu verbieten, mit denen kann man schließlich nicht nur Kirchen bauen, sondern auch einen Dickschädel einschlagen... Außerdem Holzklötze und Holzfällerei verbieten... Klötze könnte man auf Autobahnen werfen... Ihr versteht sicherlich was ich meine... | ||
Ulrich der Kahle zu Soest schrieb 06.04.2009 10:16:35 dazu:
Hallo,
ich frage mich wieviel Angst der Staat vor seinen Bürgern hat. Ich bin selbst Sportschütze und diese leidigen Diskussionen sind doch recht anstrengend. Es werden jedesmal die gleichen Schnellschüsse aus der Schublade gekramt das sind die sogenannten Killerspiele und das Waffenrecht. Wir in Deutschland haben eines der schärfsten Waffenrechte überhaupt und es hat nichts gebracht weil der Vater sich schlicht und einfach nicht daran gehalten hat und die Waffe eben nicht weggeschlossen hat so wie es Vorschrift ist und dafür muss er sich verantworten. Ich sehe eher ein gesellschaftliches Problem. Es kann doch nich sein das immer gesacht wird das Kinder unser Kapital sind, sich aber herzlich wenig drum gekümmert wird. Natürlich is es einfacher die Kleinen mit PC und Fernsehn ruhigzustellen und das meist schon mit ca. 10 Jahren. Klassen sind weiterhin mit 30 Kindern überfüllt, auch ein Problem was seit Jahrzehnten bekannt is und wo auch nichts passiert. Oder wie oft wird weggesehn wenn Jugendliche gerade Mist bauen und man die Möglichkeit hätte einzuschreiten, is doch viel bequemer wenn mans bleiben läst. Ich finde es sehr schlimm das so eine Veranstalltung jetzt abgesagt werden muß nur weil ein Entscheidungsträger/Bedenkenträger jetzt schon in diesem Bereich kalte Füße bekommt. Demnächst werden bestimmt auch Schneeballschlachten bedenklich. | ||